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Nun zum “Geheimnis” der Bahnhofsuhren mit Sekundenzeiger:
Das Uhrwerk besteht aus einem normalen gepolten Nebenuhrwerk, einem achtpoligen Synchronmotor für 220V/50Hz, dem Getriebe für Sekunden-, Minuten- und Stundenwelle sowie einer selbsttätigen Sperrvorrichtung für den
Sekundenzeiger bei der vollen Minute. Das Antriebswerk wird wie ein normales Nebenuhrwerk am Zifferblatt befestigt. Von vorne gesehen sind Sekunden-, Minuten- und Stundenzeiger in der hier aufgeführten Reiehenfolge
übereinander angeordnet (Die Sekundenwelle läuft in der Minutenwelle, diese wiederum in der Stundenwelle. Wird der Synchronmotor an das Netz geschaltet, so läuft er ununterbrochen weiter Sein Ritzel greift in eine
kleine Reibungskupplung ein, die über ein Zahnrad mit Zweiertrieb das Sekundenrad antreibt und dadurch den Sekundenzeiger ruckartig um je eine Sekunde weiterstellt. Dieses Zahnrad trägt einen Stift, der bei
Zeigerstellung 12 (60 Sek) gegen einen Anschlag läuft und somit das Rad anhält. Die Reibungskupplung dreht jetzt durch, der Sekundenzeiger steht. Der Anschlag (Sperrklinke) wird durch eine Feder an das Steuerritzel
des Ankerantriebs (Minuten-NU-Werk) gedrückt. Ein ankommender Minutenimpuls dreht den polarisierten Anker des Nebenuhrwerks weiter, zusätzlich drückt jetzt das Steuerritzel am Ankertrieb die Sperrklinke kurzzeitig
ab, der Anschlag gibt den Stift am Zahnrad mit dem Zweiertrieb frei, die Reibungskupplung verbindet Motorritzel und Zweiertriebrad und kuppelt somit den Synchronmotor mit dem Sekundenrad. Durch das Anhalten des
Sekundenrades nach jeweils einer Umdrehung wird der Sekundenzeiger minütlich mit dem Minutenzeiger synchronisiert. Der Sekundenzeiger läuft aus Sicherheitsgründen etwas zu schnell. Er braucht für eine Umdrehung ca.
58 Sek und wird dann etwa 2 Sek angehalten. Nach Netzausfall und bei Störung kommen beide Zeiger in längstens einer Minute wieder selbsttätig in Takt.
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